1. Sei selbstkritisch
Du hast eine Geschäftsidee – interessant, innovativ und aus Deiner Sicht längst überfällig. Deine Überzeugung gibt Dir die Energie für die Umsetzung. Trotzdem: Schau nach rechts und links. Ist Deine Idee wirklich die beste Lösung? Kannst Du alles selbst umsetzen oder brauchst Du Unterstützung? Lass Gegenwind zu und hinterfrage Einwände.
2. Bleib hartnäckig – aber nicht stur
Analysiere Deinen Markt genau: Wettbewerb, potenzielle Kund*innen und Eintrittsbarrieren. Bleib dran, wenn Widerstände auftauchen. Sei aber offen für Kurskorrekturen, wenn sich zeigt, dass Deine Idee in der geplanten Form nicht tragfähig ist.
3. Gib nicht auf
Finanzielle Engpässe, misslungene Prototypen, starke Konkurrenz oder attraktive Jobangebote können Dich vom Weg abbringen. Wenn Deine Idee einen echten, einzigartigen und relevanten Nutzen bietet, lohnt es sich, weiterzumachen. Hol Dir Unterstützung, optimiere Dein Konzept, trenne Dich notfalls von Partner*innen – und bleib dran. Durchhaltevermögen ist eine Deiner wichtigsten Eigenschaften als Unternehmer*in.
4. Bring Dein Produkt nicht unfertig auf den Markt
Kund*innen erwarten Qualität und reagieren sensibel auf Fehler. Führe Dein Produkt erst ein, wenn es ausgereift ist. Bei Pilotprojekten oder Software kannst Du bewusst mit einer klar deklarierten „Beta-" oder „1.0-Version" starten – transparent kommuniziert und mit aktivem Feedbackprozess.
5. Unterschätze den Wettbewerb nicht
Etablierte Anbieter verteidigen ihre Marktposition – mit Produktinnovationen, Preisanpassungen, intensiver Werbung oder verstärktem Vertrieb. Auch rechtliche Schritte sind möglich. Plane Ressourcen für Gegenmaßnahmen ein und bereite Dich strategisch vor.
6. Unterschätze Marketing und Vertrieb nicht
Kommunikations- und Vertriebskosten werden oft zu niedrig kalkuliert. Sichtbarkeit ist jedoch entscheidend für Deinen Erfolg. Von Corporate Design und Website über Präsentationen, Messen und Broschüren bis hin zu Vertriebskanälen entstehen Kosten. Investiere in Qualität – bei Mitarbeitenden genauso wie bei Ausstattung und Außendarstellung. Investiere in gute Mitarbeitende, bei PCs und Maschinen würdest Du Dich auch nicht für „zweite Wahl" entscheiden.
7. Unterschätze nie die Marktdynamik
Der Erfolg entscheidet sich am Markt. Regulatorische Anforderungen, Zulassungsverfahren, Lieferantenmacht, langfristige Verträge der Konkurrenz oder Patentkosten können hohe Markteintrittsbarrieren darstellen. Beobachte Entwicklungen aufmerksam und investiere in fundierte Marktforschung, um strategisch flexibel zu bleiben.
8. Gute Beratung und Mentoring erhöhen nachweislich Deine Überlebenschancen
Forschungen zeigen: Start-ups, die strukturierte Beratung, Coaching oder Mentoring nutzen, haben deutlich höhere Überlebensraten. In Studien liegt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Start-up nach fünf Jahren noch besteht, mit Coaching bei etwa 70 % oder mehr, also deutlich über der durchschnittlichen Überlebensrate von Unternehmen ohne professionelle Unterstützung. Erfahrene Coaches und Mentor*innen helfen Dir, strategische Entscheidungen fundiert zu treffen, entscheidende Risiken frühzeitig zu erkennen und Zugang zu Ressourcen, Netzwerken und Finanzierung zu bekommen — all das sind wichtige Faktoren für Deinen langfristigen Erfolg.
Bereit für die nächste Stufe?
Lass dich von einem erfahrenen Coach begleiten und vermeide teure Anfängerfehler